Unser ehrgeiziges Projekt begann natürlich mit einem herrlich größenwahnsinnigen Plan. Die Idee war, alle Noise Cancelling Kopfhörer der Welt durchzukämmen, sie gründlich zu bewerten und gegeneinander antreten zu lassen wie bei einem akustischen Gladiatorenkampf im Kolosseum, ganz im Geiste der Serie Those About to Die (ist übrigens gut, kann man schauen).
Wir haben uns nachts den Kopf zerbrochen, wo wir anfangen: Testen wir die Kopfhörer zuerst im Wald, wo die Grundsatzfrage lautet: „Wenn ein Baum im Wald umfällt und niemand hört es, macht er dann ein Geräusch?“ Oder im Flugzeug, wo die Wirksamkeit des Noise Cancelling im Verhältnis zum Dom-Perignon-Konsum gemessen wird?
Die Vision war klar, aber wie so oft kam die Realität hereinspaziert, also unser Investor Markus, mit schief sitzender Krawatte, und erinnerte uns daran, dass ein Budget doch etwas anderes ist als megalomanische Visionen. Irgendwo musste also gespart werden, und wir haben da gespart, wo es uns am leichtesten fällt. Wir haben einfach alle anderen Kopfhörer nicht gekauft. Wozu sollten wir unser kleines Budget zum Vorteil der Konkurrenz verbraten.
Da es auf dem Markt trotzdem Hunderte verschiedene Kopfhörer gibt, blieb uns durch das Aussortieren aller anderen ein ziemlich ordentliches Testbudget. Aus dem großen Vergleich wurde also „wir vergleichen diese zwei“, aber das ist schon okay, weil das aus unserer Sicht sowieso die einzigen Kopfhörer sind, die irgendeine Relevanz haben.
VMK25. Die Luxuswahl vom Schneehaufen bis zur Sahara
Der erste Test fand dort statt, wo sich bisher nur wenige Noise Cancelling Kopfhörer hin getraut haben: im Schneehaufen. Wir hängten die Kopfhörer an einen Ast und gingen rein, um Pfefferminzkakao zu trinken.
Etwa zwei Gläser später kamen wir zu dem Ergebnis, dass der VMK25 mindestens ein paar Pfefferminzkakaos lang Frost aushält und sich auf den Ohren immer noch so gemütlich anfühlt wie Wollsocken mitten im Wintersturm. Vorausgesetzt natürlich, man hat ihn vorher drinnen aufgewärmt.

Die Klangqualität blieb so stabil, dass sogar ein einsamer Eisbär stehen geblieben wäre, um zuzuhören. Wenn wir nicht in Puolanka gewesen wären, wo nur ganz normale braune Bären leben. Und die pennen im Winter meistens sowieso.
Die Akkulaufzeit hat im Schneehaufen aber vermutlich gelitten, auch wenn wir das nicht zu Ende testen konnten, weil die Kälte den Testern ungefähr einen Tag vor dem leeren Akku gewaltig auf den Sack ging.
Weil wir beschlossen hatten, die Kopfhörer unter Extrembedingungen zu testen, war der nächste logische Schritt die Hitze der Sahara. Auch diese Herausforderung meisterte der VMK25 mit Würde. Umgeben von Sand und gnadenloser Sonne erledigte der VMK25 seine Aufgabe tadellos. Der Klang war so klar, dass er sogar die Paarungsrufe von Kamelen gedämpft hat, was andererseits auch ein Risiko ist, weil unter ein geiles Kamel zu geraten, während man Musik hört, ein ziemlich realistisches Szenario sein dürfte.

Der einzige Nachteil war, dass zwar die Kopfhörer immer noch tadellos funktionierten, dafür aber wirklich überall Sand war. Nicht nur in den Kopfhörern, sondern auch in unseren Unterhosen. Also war es Zeit, nach Hause zu fahren.
Kopfhörer im Privatjet. Auf Richtung Luxus
Nach unserem Abstecher in die Sahara hatten wir noch ein bisschen Testbudget übrig. Also dachten wir uns: Das Modell VMK25 ist von unseren beiden Kopfhörern sowieso das teurere, also muss natürlich auch seine Eignung für ein Leben in luftiger Höhe getestet werden. Nicht in der Touristenklasse, sondern im Privatjet, wo der Champagner fließt und die Umgebung genau passend Krach macht.

Also nichts wie bei Scanwings einen Praetor 600 unter den Hintern und von Oulu Richtung kroatische Küste. Auf derselben Reise kamen wir auch noch auf die Yacht eines Kooperationspartners, wodurch sich die Reisekosten natürlich von der Steuer absetzen lassen. Sofern ein Unternehmen, das Verlust macht, überhaupt Steuern zahlt. Für diesen Test kam auch das neue Megadeth-Modell mit, weil das nun mal die teuerste Version des VMK25 ist.
An die Reise haben wir ziemlich lückenhafte Erinnerungen, und vor allem von der Yacht gibt es keine Fotos, aber lustig war es. Nachweislich funktioniert der VMK25 auch im Privatjet und auf der Luxusjacht hervorragend, obwohl das Champagnerglas bei Turbulenzen fast umgekippt wäre.
VMK20. Die obligatorischen Tierversuche
Weil der vorige Test unter Extrembedingungen stattfand und der VMK20 nun mal das günstigere Modell ist, beschlossen wir, ihn in etwas normaleren Umgebungen zu testen.
Wir begannen mit klassischen, aber hochwissenschaftlichen Tierversuchen, die uns beim Reisen mit dem VMK25 irgendwie durchgerutscht waren. Auf dem Kopf eines Hundes sahen die Kopfhörer irritierend stilvoll aus, aber die Benutzerfreundlichkeit ließ zu wünschen übrig, vor allem weil die Ohren nun mal komplett woanders sitzen als beim Menschen. Die Katzen wollten beim Test nicht mitmachen, und Janis Katze verschwand ins Gebüsch, als hätte sie einen Steuerprüfer gesehen.

Nach den pelzigen Tieren testeten wir sie auch noch an haarlosen Tieren, also an Kindern.
Das Ergebnis war, dass die Kopfhörer auf Kinderköpfen zwar süß aussahen, für 0- bis 3-Jährige aber trotzdem unnötig groß waren.

Die Tests unter Kindern brachten eine interessante Beobachtung ans Licht: Noise Cancelling verursacht Anti-Noise-Cancelling. Die Dämpfung der Kopfhörer bringt das Kind dazu, einen Lärmpegel zu produzieren, der die normale dB-Grenze sprengt. Wenn der Kopfhörerträger noch nicht im Schulalter ist, dann stell dich auf ein Geräuschniveau ein, das locker mit einem Rockkonzert mithalten kann.
Der Test war aufschlussreich, aber ziemlich schnell wurde uns klar, dass wir etwas Ruhigeres wollten.
Reisetest fürs gemeine Volk
Nachdem uns die von Kindern verursachte Kakofonie gereicht hatte, beschlossen wir, den Test in eine erwachsenere Umgebung zu verlegen: nach Spanien, diesen Ort, an den finnische Rentner und Wirtschaftskriminelle pilgern, wenn sich die Heimat zu klein und zu kalt anfühlt. Um den perfekten Test sicherzustellen, wichen wir sogar von unseren normalen Standards ab und flogen in der Touristenklasse. Obwohl die Corona-Beschränkungen schon lange keine Plage mehr sind, habe ich trotzdem eine Maske aufgesetzt, damit mich in der Touristenklasse niemand erkennt.

Die enge Atmosphäre im Flugzeug, die Armlehnenkämpfe mit den Sitznachbarn und die kreischenden Kinder lieferten perfekte Bedingungen für den echten Test des VMK20. Auch wenn das Bordservice in der Touristenklasse vor allem Fremdscham auslöste, erledigte der VMK20 seine Arbeit mit Würde. Das Noise Cancelling schluckte den Großteil des Trubels, und die Kopfhörer blieben den ganzen Flug über bequem.
In Spanien, wo die Sonne die blasse finnische Haut in Sekunden verbrennt und der Gitarrist aus dem Restaurant nebenan sich für einen ganz großen Star hält, machten wir den echten Entspannungstest für die Kopfhörer: Rumliegen auf dem Liegestuhl.

Am Hotelpool voller Touristen war der weiße VMK20 die perfekte Wahl. Das weiße Modell speicherte keine Wärme und wurde an meinen Ohren nicht glühend heiß. Außerdem passt das weiße Modell ausgezeichnet zum Hautton blasser Finnen. Das Wichtigste war aber, dass man in Ruhe ein Hörbuch hören konnte, obwohl es im Hotel auch allerlei Störfaktoren gab, zum Beispiel die eigene Ehefrau.
Pasi-Test
Zum Schluss wurde der VMK20 noch zum Opfer des Pasi-Tests. Bei diesem Test bekam Pasi die Kopfhörer ohne Anleitung in die Hand und sollte sie frei ausprobieren. Das Ergebnis war, sagen wir mal, traurig. Pasi setzte die Kopfhörer falsch herum auf und wunderte sich, warum der Ton so mies klang. Das bestätigte uns, dass der VMK20 zwar benutzerfreundlich ist, aber vielleicht doch eine kleine Einweisung braucht, wenn Pasi ihn testet.

Zusammenfassung
Unsere Tests haben gezeigt, dass sowohl der VMK25 als auch der VMK20 in ihren jeweiligen Kategorien hervorragende Noise Cancelling Kopfhörer sind. Der VMK25 glänzte unter extremen Bedingungen, vom Schneehaufen über die glühende Hitze der Sahara bis hin zum Luxus im Privatjet, und lieferte erstklassige Klangqualität und starkes Noise Cancelling. Der VMK20 wiederum war der Held des Alltags, der sowohl den Lärm der Touristenklasse als auch Entspannungstests unter der spanischen Sonne überstand.
Beide Kopfhörer sind das Beste, was du dir leisten kannst, aber wenn du Pasi bist, empfehlen wir dir, unseren Kundenservice zu kontaktieren, damit wir die Bedienungsanleitung etwas klarer erklären.

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